Disruption in der Pfandverwertung: Was wir tun, was M&A nicht kann
Im Fokus zunehmender Sensibilität: Warum die hoheitliche Versteigerung nach Paragraf 1235 BGB das Geschäftsmodell freihändiger Distressed‑M&A‑Verwertung infrage stellt. Die Deutsche Pfandverwertung ersetzt komplexe, kosten- und beratungsintensive Verhandlungsverfahren durch ein klar geregeltes, rechtsbasiertes, markteffizientes Verfahren mit eindeutiger Finalität ohne Nachverhandlung. Mit der Novellierung des § 383 BGB n.F. hat der Gesetzgeber den öffentlich bestellten und vereidigten Versteigerer als primär Berechtigen zur Pfandverwertung benannt und die virtuelle öffentliche Versteigerung (online live) gesetzlich verankert. Entgegen des verbreiteten Mythos, öffentliche Versteigerungen dauerten lange und seien kompliziert, ist genau das Gegenteil der Fall. Für die Tätigkeit des Versteigerers gelten insbesondere die einschlägigen Vorschriften aus BGB, HGB, GmbHG, AktG, der Versteigererverordnung, der Gewerbeordnung sowie dem Geldwäschegesetz. Regelwerke der gerichtlichen Zwangsvollstreckung – wie ZPO, ZVG oder GVGA – sind demgegenüber in der privatrechtlichen Pfandrechtsverwertung nicht einschlägig.
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