Haf­tungs­aus­schluss: Wir geben kei­ne Rechts- oder Steu­er­be­ra­tung, son­dern ledig­lich Hin­wei­se aus der Pra­xis. Der Inhalt die­ser Web­sei­te ist die Dar­stel­lung unse­rer Tätig­keit und kei­ne Wer­bung.

Pfand­ver­wer­tung für Maintenance/Werkunternehmer

Der Unter­neh­mer ist gemäß § 647 BGB kraft Geset­zes mit einem Pfand­recht an den im Rah­men von Ser­vice- und War­tungs­ar­bei­ten ein­ge­brach­ten Gegen­stän­den pri­vi­le­giert, solan­ge die­se sich in sei­nem Besitz befin­den. Die­ses Pfand­recht dient der Siche­rung sei­ner ver­trag­li­chen For­de­run­gen.

Anstel­le eines auf­wen­di­gen und kost­spie­li­gen Mahn- oder Kla­ge­ver­fah­rens eröff­net der Gesetz­ge­ber die Mög­lich­keit, offe­ne For­de­run­gen durch die öffent­li­che Ver­stei­ge­rung der ver­pfän­de­ten Gegen­stän­de effi­zi­ent zu rea­li­sie­ren. Jeder Auf­schub der For­de­rungs­rea­li­sie­rung führt zu ver­meid­ba­rem Wert­ver­lust – man beach­te § 43 Abs. 1 GmbHG: Geschäfts­füh­rer sind zur Scha­dens­min­de­rung ver­pflich­tet.

Seit vie­len Jah­ren über­neh­men wir die pro­fes­sio­nel­le und rechts­kon­for­me Sicher­hei­ten­ver­wer­tung – mit beson­de­rer Exper­ti­se für Indus­trie-Main­ten­an­ce-Unter­neh­men, Kfz-Betrie­be, Repa­ra­tur­dienst­leis­ter, Flug­zeug- und Boots­werf­ten sowie wei­te­re Bran­chen.

Vor­tei­le der Pfand­rechts­ver­wer­tung:

Wir sind auf die Pfand­rechts­ver­wer­tung für Werk-Unter­neh­mer spe­zia­li­siert:

Rechts­kon­for­me Durch­füh­rung

Die Ver­wer­tung erfolgt unter Ein­hal­tung der gesetz­li­chen Vor­ga­ben und Com­pli­ance-Vor­schrif­ten — auch bei Embar­go­wa­ren.

Iden­ti­fi­ka­ti­on und Aus­wahl

Kauf­män­ni­sche Kom­pe­tenz in der Gene­rie­rung geeig­ne­ter Kauf­in­ter­es­sen­ten, natio­nal und inter­na­tio­nal, für höhe­re Ver­wer­tungs­er­lö­se

Pool an Kauf­in­ter­es­sen­ten

Über lan­ge Jah­re auf­ge­bau­ter Inters­sen­ten­kreis für Gegen­stän­de aller Art

Größt­mög­li­che Rechts­si­cher­heit

Haf­tungs­min­de­rung durch gesetz­li­che Bestim­mun­gen bei der Ver­wer­tung durch öffent­lich bestell­ten, ver­ei­dig­ten Ver­stei­ge­rer im Wege der öffent­li­chen Ver­stei­ge­rung.

Lang­jäh­ri­ge Erfah­rung

Seit über fünf­zehn Jah­ren wer­den wir zur Ver­wer­tung auf­grund § 647 BGB (Werk-)Unternehmerpfandrecht ein­ge­schal­tet.

Zeit- und Kos­ten­er­spar­nis

Kein zeit- und kos­ten­in­ten­si­ves Mahn- und Kla­ge­ver­fah­ren not­wen­dig.

Wir füh­ren durch auf­grund:

§ 647 BGB Werk­un­ter­neh­mer­pfand­recht

Der Unter­neh­mer hat gemäß § 647 BGB wegen sei­ner For­de­run­gen aus dem Ver­trag an den von ihm ein­ge­brach­ten oder aus­ge­bes­ser­ten Sachen des Bestel­lers ein gesetz­li­ches Pfand­recht, wenn sie bei der Her­stel­lung oder zum Zwe­cke der Aus­bes­se­rung in sei­nen Besitz gelangt sind.

Ihr Auf­trag­ge­ber zahlt nicht? Wir set­zen Ihr Pfand­recht durch.

Für Unter­neh­men in den Berei­chen Indus­trie-Main­ten­an­ce, Kfz-Betrie­be, Flug­zeug- und Boots­werf­ten sowie ver­wand­te Bran­chen bie­ten wir rechts­kon­for­me und effi­zi­en­te Lösun­gen zur For­de­rungs­rea­li­sie­rung.

Rechts­si­che­re For­de­rungs­durch­set­zung durch öffent­li­che Ver­stei­ge­rung

Als all­ge­mein öffent­lich bestell­ter, ver­ei­dig­ter Ver­stei­ge­rer sind wir befugt, For­de­run­gen auf­grund gesetz­li­cher und ver­trag­li­cher Pfand­rech­te durch öffent­li­che Ver­stei­ge­rung zu rea­li­sie­ren – rechts­kon­form, zügig und wirt­schaft­lich effi­zi­ent.

Unbü­ro­kra­ti­sche und effi­zi­en­te Abwick­lung

Die Durch­set­zung Ihrer For­de­run­gen erfolgt ohne lang­wie­ri­ge gericht­li­che Ver­fah­ren. Unse­re Exper­ti­se gewähr­leis­tet eine struk­tu­rier­te und schnel­le Ver­wer­tung Ihrer Sicher­hei­ten.

Umset­zung i.d.R. inner­halb von 4 bis 5 Wochen

Durch die früh­zei­ti­ge Beauf­tra­gung ent­fal­len wesent­li­che Ver­zö­ge­rungs­fak­to­ren:

  • Kein Mahn- oder Kla­ge­ver­fah­ren erfor­der­lich
  • Kei­ne gericht­li­chen Ter­mi­ne oder Voll­stre­ckungs­ver­fah­ren not­wen­dig
  • Kei­ne War­te­zei­ten auf Gerichts­voll­zie­her

 

Kos­ten­ef­fi­zi­en­te Durch­set­zung – ohne sons­ti­ge finan­zi­el­le Vor­leis­tun­gen

Ihr gesetz­li­ches Pfand­recht ent­steht unmit­tel­bar mit dem Zah­lungs­ver­zug des Schuld­ners. Durch unse­re Beauf­tra­gung ver­mei­den Sie:

  • Kos­ten für Inkas­so­un­ter­neh­men
  • Gebüh­ren für Schuld­ner­er­mitt­lung, Mahn­be­schei­de und Gerichts­ver­fah­ren
  • Vor­schüs­se für Gerichts­voll­zie­her und Gut­ach­ter.

 

Ver­gü­tung: Unse­re Hono­rie­rung erfolgt über­wie­gend durch das Auf­geld des Käu­fers – für Sie fal­len ledig­lich die Aus­la­gen für die gesetz­lich vor­ge­schrie­be­ne öffent­li­che Bekannt­ma­chung an; wei­te­re Kos­ten oder finan­zi­el­le Vor­leis­tun­gen ent­ste­hen i.d.R. nicht.

Fazit

Die Ver­wer­tung von Sicher­hei­ten im Wege der öffent­li­chen Ver­stei­ge­rung ist eine rechts­si­che­re, schnel­le und wirt­schaft­lich sinn­vol­le Alter­na­ti­ve zu lang­wie­ri­gen und kos­ten­in­ten­si­ven Gerichts­ver­fah­ren. Kon­tak­tie­ren Sie uns früh­zei­tig, um Ihre Ansprü­che effi­zi­ent durch­zu­set­zen.

Fra­gen zu:

Kos­ten

Über­schau­ba­re Kos­ten

Wir sind ver­pflich­tet, die Bewer­tung und Ver­wer­tung unter Beach­tung der Rech­te aller Betei­lig­ten zu ange­mes­se­nen Kos­ten durch­zu­füh­ren. Der Betrag ori­en­tiert sich nach der Art des Pfands und dem not­wen­di­gen Auf­wand, der betrie­ben wer­den muss, um auch im Inter­es­se des Schuld­ners einen adäqua­ten Ver­wer­tungs­er­lös zu erzie­len. Als Ent­gelt für sei­ne Auf­wen­dun­gen und Tätig­keit erhält der Ver­stei­ge­rer vom Auf­trag­ge­ber eine Auf­wands­pau­scha­le und von den Käu­fern ein so genann­tes Auf­geld auf den Zuschlags­preis. Um einen Ver­schleu­de­rungs­vor­wurf zu ver­mei­den, soll­te das Pfand in ange­mes­se­ner Form bewor­ben wer­den. Je grö­ßer die Nach­fra­ge nach dem Pfand­ge­gen­stand, des­to gerin­ger die Auf­wands­pau­scha­le.

Wich­tig zu wis­sen: Der Schuld­ner trägt die Kos­ten des Ver­fah­rens. Nicht rea­li­sier­ba­re Kos­ten kön­nen vom Gläu­bi­ger als Auf­wen­dun­gen steu­er­lich gel­tend gemacht wer­den.

Der Ver­stei­ge­rer haf­tet für schuld­haf­te Pflicht­ver­let­zun­gen unbe­schränkt und per­sön­lich. Von die­ser Scha­dens­er­satz­pflicht kann der Auf­trag­ge­ber den Ver­stei­ge­rer nicht befrei­en. Die Ver­gü­tung des Ver­stei­ge­rers ist dem­zu­fol­ge immer auch eine Haf­tungs­ver­gü­tung.

Son­der­si­tua­ti­on Insol­venz

Kurz­an­lei­tung Werk­un­ter­neh­mer­pfand­recht
Insol­venz des Schuld­ners – rich­tig han­deln

 

Sofort‑Lagebild

  • Leis­tun­gen nach Eröff­nung nur bei aus­drück­li­cher Fort­füh­rungs­be­auf­tra­gung = Mas­se­ver­bind­lich­keit → vor­ran­gig zu zah­len.
  • Kom­mu­ni­ka­ti­on ab Insol­venz­an­trag nur noch mit dem (vor­läu­fi­gen) Insol­venz­ver­wal­ter, nicht mehr mit dem Bestel­ler.
  • Zeit ist kri­tisch: je frü­her Besitz‑ und Ver­wer­tungs­po­si­ti­on gesi­chert wird, des­to höher die Rea­li­sie­rungs­chan­cen.

Werk­un­ter­neh­mer­pfand­recht – Ent­ste­hung und Reich­wei­te

  • Ent­steht kraft Geset­zes an der her­ge­stell­ten oder aus­ge­bes­ser­ten beweg­li­chen Sache, sobald sie in den Besitz des Werk­un­ter­neh­mers gelangt (§ 647 BGB).
  • Vor­aus­set­zun­gen in Pra­xis­form: Werk­ver­trag, Werk­lohn­for­de­rung, Sache steht im Eigen­tum des Bestel­lers, Sache befin­det sich (noch) im unmit­tel­ba­ren Besitz des Werk­un­ter­neh­mers.
  • Pfand­recht ist besitz­ge­bun­den: mit Her­aus­ga­be der Sache fällt die Pfand­rechts­po­si­ti­on prak­tisch weg (Aus­nah­men nur in engs­ten Son­der­fäl­len).

Ent­schei­dend im Insol­venz­fall (Prio­ri­tät = Besitz)

  • Solan­ge die Sache beim Werk­un­ter­neh­mer ver­bleibt: Pfand­recht besteht, Abson­de­rungs­po­si­ti­on ist stark, Ver­wer­tungs­he­bel liegt fak­tisch beim Werk­un­ter­neh­mer.
  • Erlangt der Insol­venz­ver­wal­ter den unmit­tel­ba­ren Besitz, ver­wer­tet grund­sätz­lich der Ver­wal­ter nach §§ 166 ff. InsO; der Werk­un­ter­neh­mer bleibt abson­de­rungs­be­rech­tigt am Erlös.
  • Merk­satz: wer den unmit­tel­ba­ren Besitz hat, steu­ert die Ver­wer­tung.

Do’s – kon­kre­ter Fahr­plan

  • Sache zurück­be­hal­ten / Her­aus­ga­be ver­wei­gern, bis Werk­lohn gesi­chert ist; Pfand­recht kon­se­quent nut­zen.
  • Unver­züg­lich schrift­lich an den (vor­läu­fi­gen) Insol­venz­ver­wal­ter: Hin­weis auf Werk­un­ter­neh­mer­pfand­recht, ein­deu­ti­ge Bezeich­nung der Sache, For­de­rungs­hö­he, kur­ze Frist zur Ent­schei­dung (Zah­lung / Frei­ga­be / Ver­wer­tung).
  • Bestands‑ und Zustands­do­ku­men­ta­ti­on erstel­len: Fotos, Seri­en­num­mern, Zube­hör, Stand­ort, Arbeits‑ und Abnah­me­pro­to­kol­le, For­de­rungs­auf­stel­lung mit Fäl­lig­keit.
  • Ver­wer­tungs­weg vor­be­rei­ten: öffent­li­che Ver­stei­ge­rung als Regel­fall; bei wert­ver­fal­len­der Ware sofor­ti­ge Ver­wer­tung mit Ter­min­plan vor­schla­gen.
  • Bei gewünsch­ter Fort­füh­rung durch den Ver­wal­ter: Arbei­ten nur gegen kla­re, schrift­li­che Mas­se­zu­sa­ge und Kos­ten­de­ckung; sonst Leis­tungs­stopp bei Siche­rung der Sache.

Don’ts – typi­sche Feh­ler

  • Her­aus­ga­be „aus Kulanz“ → Pfand­recht fak­tisch ver­lo­ren.
  • Nur münd­li­che Abstim­mung → Beweis‑ und Durch­set­zungs­ri­si­ko.
  • Wei­ter­ar­beit ohne Mas­se­zu­sa­ge → neu­er Total­aus­fall mög­lich.
  • Eigen­macht außer­halb des Pfand­rechts­rah­mens → Haf­tungs­ge­fahr.

Wann eska­lie­ren?

  • Kei­ne Reak­ti­on / Blo­cka­de / Wert­ver­fall droht: schrift­li­che Erin­ne­rung + sehr kur­ze Nach­frist.
  • Danach Insol­venz­ge­richt ein­schal­ten (Auf­sicht über Ver­wal­ter) und zügi­ge Ver­wer­tungs­ent­schei­dung oder Frei­ga­be bean­tra­gen, wenn Ver­zö­ge­rung pflicht­wid­rig ist.
  • Argu­men­ta­ti­ons­an­ker bei Zeit­kri­tik: dro­hen­der Wert­ver­lust, Lager‑/Standkosten, Pflicht zur best­mög­li­chen und zügi­gen Ver­wer­tung.

Wie wir unter­stüt­zen

  • Schnel­le Wert­ermitt­lung / Pfand­ver­wer­tungs­gut­ach­ten zur Absi­che­rung der Abson­de­rungs­po­si­ti­on.
  • Rechts­kon­for­me öffent­li­che Ver­stei­ge­rung durch öffent­lich bestell­ten, ver­ei­dig­ten Ver­stei­ge­rer.
  • Fire‑Sale bei Zeit­kri­tik: sofor­ti­ge Käu­fer­ak­ti­vie­rung zur prak­ti­schen Durch­set­zung einer bes­se­ren Ver­wer­tung.

Wich­tig für Ihr Han­deln

Das Werk­un­ter­neh­mer­pfand­recht lebt vom Besitz. Kei­ne Her­aus­ga­be ohne Zah­lung oder schrift­li­che Mas­se­zu­sa­ge, sau­ber doku­men­tie­ren, Ver­wer­tung zügig und rechts­kon­form steu­ern.

 

 

 

Wenn eine Sicher­hei­ten­ver­wer­tung
zeit­kri­tisch und ver­trau­lich umzu­set­zen ist:
Kon­tak­tie­ren Sie uns.